Häufige Fragen
Ist es sicher, B-Ware zu kaufen?
Beim Kauf bei einem Händler in Deutschland gilt für B-Ware dieselbe gesetzliche Gewährleistung wie für Neuware: zwei Jahre ab Lieferung. Nur wenn die Ware gebraucht ist, darf der Händler diese Frist auf mindestens ein Jahr verkürzen – und muss die Verkürzung ausdrücklich und gesondert vereinbaren. Dazu kommt im Onlinehandel das 14-tägige Widerrufsrecht; in unserem Vergleich räumen alle zehn Anbieter freiwillig 21 bis 30 Tage ein. Wichtig ist die Zustandsbeschreibung: Ein dort ausdrücklich genannter Mangel, etwa ein beschriebener Kratzer, ist vereinbarte Beschaffenheit und kein Reklamationsgrund. Ein nicht beschriebener Defekt schon.
Was ist der Unterschied zwischen B-Ware, refurbished und gebraucht?
B-Ware ist eine Handelsbezeichnung, kein Rechtsbegriff: meist Retouren, Ausstellungsstücke oder Ware mit Verpackungs- oder Schönheitsfehlern, die oft nie benutzt wurde. Refurbished bezeichnet gebrauchte Geräte, die professionell geprüft, gereinigt und instandgesetzt wurden – Anbieter geben darauf üblicherweise eine eigene Garantie, im Vergleichsfeld 12 bis 36 Monate. Gebraucht ohne Aufbereitung heißt: geprüft oder ungeprüft weiterverkauft, in der Regel ohne freiwillige Garantie. Rechtlich zählt allein, ob die Sache neu oder gebraucht ist, denn nur bei gebrauchter Ware darf die Gewährleistungsfrist verkürzt werden.
Welche Gewährleistung gilt beim Kauf von B-Ware?
Grundsätzlich zwei Jahre ab Ablieferung (§ 438 BGB). Bei gebrauchten Waren dürfen Händler und Verbraucher eine kürzere Frist von mindestens einem Jahr vereinbaren (§ 476 Abs. 2 BGB); das muss ausdrücklich und gesondert geschehen. Innerhalb der ersten zwölf Monate wird zugunsten des Käufers vermutet, dass ein auftretender Mangel schon bei Lieferung vorlag (§ 477 BGB). Eine Garantie ist etwas anderes: Sie ist freiwillig und kommt zur Gewährleistung hinzu. In unserem Datensatz reicht sie von keiner Garantie bis zu 36 Monaten bei rebuy.
Wo kann man B-Ware und Retouren kaufen?
Unser Datensatz vergleicht zehn Anbieter in vier Gruppen: Retouren-Händler, die aufgekaufte Rücksendungen weiterverkaufen (second circle mit rund 23.000 gelisteten Artikeln, bwareshop.de, Amazon Retourenkauf), Händler-Outlets mit eigenen Rückläufern (MediaMarkt Outlet), Refurbished-Marktplätze mit geprüften Drittverkäufern (eBay Refurbished, refurbed, Back Market) sowie Refurbisher, die selbst ankaufen und aufbereiten (asgoodasnew, rebuy, buyZOXS). Wer Möbel, Leuchten oder Werkzeug sucht, ist bei den Retouren-Händlern richtig; für Smartphones und Notebooks bieten die Refurbished-Anbieter die längeren Garantien.
Was bedeuten die Zustandsklassen bei B-Ware?
Es gibt keinen einheitlichen Standard – jeder Anbieter definiert eigene Stufen. Amazon Retourenkauf nutzt vier Stufen (Wie neu, Sehr gut, Gut, Akzeptabel), refurbed und Back Market ebenfalls vier (Premium, Exzellent beziehungsweise Hervorragend, Sehr gut, Gut), asgoodasnew und rebuy je fünf, bwareshop.de sechs Statusstufen inklusive Unvollständig. second circle verzichtet auf eine Skala und beschreibt je Artikel optischen Zustand, Funktionszustand und Verpackungszustand einzeln. Die Stufennamen sind deshalb nicht zwischen Anbietern vergleichbar; maßgeblich ist immer die Einzelbeschreibung des Artikels.